Oft stehe ich vor dem Spiegel und suche den Menschen, der ich einmal werden wollte. Ich finde ihn nur in Bruchstücken.
Da sind die Ideen, die ich angefangen und doch liegen gelassen habe. Die Pläne, für die mir am Ende der Mut fehlte. Ich sehe wie oft ich leiser war, als ich sein wollte und frage mich, ob dieses Gefühl für den Rest meines Lebens bleibt: immer einen Schritt zu spät, nie ganz zufrieden.
Das Leben fühlt sich oft an wie ein Rennen, bei dem alle anderen schon losgelaufen sind. Wer nicht Schritt hält, so scheint es, bleibt zurück.
Und dann gibt es diese wenigen Menschen, die einfach sagen: „Geh in deinem Tempo.“ Ohne Bedingung, ohne Aber. Manchmal reicht genau das.
Ich muss mich selbst öfter daran erinnern. Denn ich war noch nie ein dieser guten Läufer des Lebens. Und ich schulde niemandem meine Geschwindigkeit.
Schließlich hat die Schildkröte das Rennen auch gewonnen.
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