14 Oktober 2026

Kammerflimmern auf dem Jahrmarkt.

Nein, es geht nicht um einen kardiologischen Notfall. Noch nicht. Ich versuche hier den Moment zu beschreiben, wenn es nachts wieder wild wird im Kopf. 

Seit einiger Zeit werde ich oft nachts wach. Und in den letzten Nächten spielte mein Verstand besonders verrückt, überforderte mich. So intensiv, dass ich minutenlang versuchte mich selbst zu sammeln und das einzuordnen, was in meiner Kammer vor sich geht. Ein wirres Flimmern von Bildern, Szenen und Gefühlen. 

In einem Blitzlichtgewitter ziehen diese vielen Eingebungen wie endlose Filmstreifen, in unkontrollierten Bahnen durch mich hindurch. Schaffe ich es dann mal einen Gedanken zu halten, überfordern mich gleichzeitig die anderen, die schon nervös und hektisch auf mich einprallen. Sich sinnbildlich zusammenrollen und dabei mit anderen Gedanken verknoten. 

Das klingt vermutlich schwer nachvollziehbar. Es ist auch nicht leicht, diesen Zustand zu beschreiben. Ich versuche unterdessen zu verstehen, was da in mir vor sich geht. Gehe vor meinem geistigen Auge einen Schritt aus mir selbst heraus. Und es erschlägt mich und überwältigt mich ob der Tatsache, dass ich nicht Herr der Lage bin. 

Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, in dem ich es dann endlich schaffe an mein Riesenrad zu denken. Was es damit auf sich hat, schreibe ich beim nächsten Mal.