Welch abgedroschene Floskel und doch ist sie wahr.
Nachdem mein erster, neuer Beitrag unter der Headline Panta Rhei platziert wurde, knüpfe ich mit diesem KI-generierten Bild an den heutigen Beitrag an.
Denn auch wenn alles im Fluss zu sein scheint, ermüden mich die vielen Gedankenströme. Und nicht viele Menschen können die Anstrengungen nachvollziehen, die ein schier rast- und ruheloser Kopf bewältigen muss. Tag für Tag, Stunde für Stunde, sogar in den vielen Sekunden der Nacht.
Ich habe es mal so gezeichnet: Ein offenbar normal denkender Mensch schafft es, seine Gedanken in geordnete Bahnen zu bringen. Wie in einer unendlichen Pipeline rauschen die Gedanken und geplanten Abhandlungen nacheinander durch das Gehirn. Hier und da wird mal ein Gedanken geparkt, um später darauf zurückzukommen. Es muss eine tolle Gabe sein, ich kann mir das kaum vorstellen.
Bei mir allerdings herrscht Chaos. Ein riesengroßes Delta aus parallel laufenden Gedankenströmen, überholt sich permanent. Wasser das fließt, lässt sich schwer parken. Und so ist die Tatsache, Gedanken nicht parken zu können ein stetiger Stressor. Aufschreiben funktioniert nicht, ich habe es so oft versucht und mich wortwörtlich verzettelt. Stattdessen landet alles im großen Ozean meiner Gedanken, kommt zusammen, verliert sich, oder taucht auch mal wieder auf.
Ich war so gut darin, dieses Fließen kontrollierter laufen zu lassen. Doch seit Tagen plagt mich eine Flut, die mir den Schlaf vergönnt. Und es gleicht schon fast einem Tsunami, wenn ich mit Druck im Kopf und Sausen in den Ohren aufwache. Der Rücken verspannt und fest wie ein Schalungsbrett, ausgelöst durch das Pressen der Kiefer.
Ich weiß, dass ich diesen Fluch nie loswerde und so muss ich zwingend wieder an mir arbeiten. Die Werkzeuge sind da, das Anwenden gerät aber so oft in Vergessenheit.
Wegen dieser vielen Gedanken.
